Coburger Orientierungsfahrer belegen vordere Plätze

Fertig zum Orie-Start: Martin Pietschmann und Wolfgang Hübner

Fertig zum Orie-Start: Martin Pietschmann und Wolfgang Hübner

(gpp) – Noch waren die Aus- und Nachwirkungen ausgiebiger Sylvester-Stunden nur mehr oder weniger ´abgearbeitet`, hieß es für die nord-ost-oberfränkischen Orientierungs-Motorsportler schon wieder: Auf, Auf – marsch in´s ´Gefecht`!“, denn die Winter-Nacht-Orientierungsfahrt des Motorsportclubs (MSC) Helmbrechts stand am vergangenen Samstag (traditionell dem ersten eines neuen Jahres) an. Und unter die insgesamt 102 Teilnehmer aus inzwischen fast dem gesamten Bundesgebiet mischten sich auch wieder sieben Starter vom Automobilclub der ehem. Herzogstadt Coburg um den alljährlichen Motorsport-Saisonauftakt zu zelebrieren.

Nach wochenlangen Frühlingstemperaturen hatte es bis zum Jahreswechsel zwar ein wenig Schnee und kleine Minus-Temperaturen gegeben, doch nach Neujahr machten erneut Plusgrade die gerade eingetretene Winterstimmung wieder zunichte. Allerdings ließen rechtzeitig zum Vor-Start um 17 Uhr einige zaghafte Schneeflocken doch noch so etwas wie eine überzuckerte Landschaft und Wintergefühle aufkommen – doch mit dem Erhalt der Fahrtunterlagen richtete sich das Augenmerk der Teilnehmer nur noch und ausschließlich auf die zahllosen und wie hingeworfen zerstreuten Kartenschnipsel, aus denen zuerst ein Puzzle, und danach eine mehr als 165 km lange Fahrtstrecke zusammen zu setzen und dann in der dunklen und mit weiterem Schneefall durchsetzten Winternacht noch zu befahren war.

Andre Wittmann-Beifahrer Dieter Strunz lässt sich einen weiteren Stempel in seine Bordkarte auf dem Weg zu einem vierten Platz bei der Winter-Nacht-Orientierungsfahrt des MSC Helmbrechts eintragen

Andre Wittmann-Beifahrer Dieter Strunz lässt sich einen weiteren Stempel in seine Bordkarte auf dem Weg zu einem vierten Platz bei der Winter-Nacht-Orientierungsfahrt des MSC Helmbrechts eintragen

Die Teams des AMC Coburg im ADAC agierten mit Startnummern zwischen 30 und 60 zwar eher im hinteren Starterfeld, konnten sich aber dennoch während der gut fünf-stündigen Fahrt einigermaßen gut in Szene setzen. Die Teams berührten neben Ahornis und Almbranz auch Leupoldsgrün, Selbitz und das Stegenwaldhaus und kehrten über Berg, Issigau, Lichtenberg und Schwarzenbach am Wald wieder nach Helmbrechts zurück. Dabei gelang es André Wittmann und Dieter Strunz, in ihrer Klasse der ´großen` frontgetriebenen Fahrzeuge bis auf Platz vier nach vorne zu fahren und sich als bestes AMC-Team zu präsentieren. Udo Fischer und Dietmar Arnold landeten in der gleichen Klasse auf Rang sechs und Andi Fleischmann und Michael Metzner, die ihren Spaß vor allem beim „kontrollierten Querfahren“ hatten, rundeten mit einem achten Platz die ausgezeichnete Vorstellung der Coburger AMC´ler in dieser Klasse ab. In der Klasse der ´kleinen` (bis 1400 ccm Hubraum) frontgetriebenen Fahrzeuge erkämpften

Konzentration bei Dietmar Arnold, dem Beifahrer von Udo Fischer

Konzentration bei Dietmar Arnold, dem Beifahrer von Udo Fischer

sich Martin Pietschman und Wolfgang Hübner trotz der ´Verwirrung` durch einen falsch interpretierten Pfeil den zehnten Platz, während Erik Schneider mit seinem Bayreuther Beifahrer Hans Walter das Ziel wegen eines Defektes nicht in Wertung erreichte. Matthias Bätz und Markus Furkert erreichten bei den allradgetriebenen Fahrzeugen den 15. Platz („obwohl mir meine neue Brille eher hinderlich als von Vorteil war!“, so Beifahrer Furkert im Ziel) und Dominik Zosig und Belinda Morgenroth kamen in der Klasse der Anfänger mit höchsten Engagement auf Rang 20. In der Mannschaftswertung erreichten die beiden Teams des AMC Coburg die Plätze vier und fünf, das Team Wolfgang und Fabian Kroner vom MSC Mitwitz, welches in der ersten AMC-Mannschaft mit gemeldet war, kam auf einen neunten Klassenplatz.

Gerd Plietsch