Weidenerin Annalena Wrobel ist Schnellste beim Coburger Jugendkart-Slalom

Die Schnellsten  des Coburger Jugendkart-Slaloms (v. li.): Jochen Bischoff (AMC-Vorsitzender), Lucas Brosch, Annalena Wrobel, Marcel Haas (ADAC-Jugendbeauftragter), Sebastian Schelchshorn und Coburgs Jugendleiter Dieter Strunz.

Die Schnellsten des Coburger Jugendkart-Slaloms (v. li.): Jochen Bischoff (AMC-Vorsitzender), Lucas Brosch, Annalena Wrobel, Marcel Haas (ADAC-Jugendbeauftragter), Sebastian Schelchshorn und Coburgs Jugendleiter Dieter Strunz.

(gpp) – Eine Woche nachdem sich die süddeutschen Rallye-Cracks im Coburger Land ein vielbeachtetes, aber auch ein im wahrsten Sinn des Wortes ´heißes` Stelldichein gaben, strebte am vergangenen Sonntag der jugendliche Motorsport-Nachwuchs in die Umgebung der ehem. Herzogstadt. Der AMC Coburg im ADAC hatte zu seinem inzwischen 25. (!) Jugendkart-Slalom geladen und 64 Jungen und Mädchen im Alter von acht bis achtzehn Jahren aus dem gesamten nordbayerischen Raum waren dieser Einladung gefolgt.

Aus Effizienz- und Synergiegründen und um potentiellen Teilnehmer nicht zweimal evtl. weite Anreisen zumuten zu müssen, hatten sich die Verantwortlichen des AMC Coburg mit dem benachbarten AMC „Hohe Aßlitz“ mit Sitz in Sonnefeld zusammen gespannt – und veranstalteten auf dem Gelände der Rödental / Blumenroder Firma Martin eine gelungene Doppel-Veranstaltung.

Bei sonnigem, aber nicht zu heißem, Wetter begann der AMC Coburg seine Veranstaltung mit den 12- und 13-Jährigen der Klasse 3: hier gingen elf Buben und Mädchen im Alter von zwölf und dreizehn Jahren an den Start und der für den MSC Bayreuth startende Dennis Feulner konnte sich in zwei fehlerfreien Läufen und mit zwei niedrigen 33`er Zeiten gegen Alina Fabian (MSC Marktredwitz) und Janin Götz (MSC Scheßlitz) mit über einer halben Sekunde Vorsprung deutlich durchsetzen. Dann warteten 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 14- bis 15 Jahren in der Klasse 4 darauf, den Parcours unter die Räder nehmen zu können, und hier führte kein Weg an dem für den MSC Auerbach startenden Christian Bachmann vorbei, der seine nächsten Verfolger: Niklas Schmitt (MSC Wiesau) und Philip Mayr (MSC Pegnitz) mit über drei (!) Sekunden fast schon deklassierte. Mit Sascha Fritsch war in dieser Klasse auch ein Fahrer des AMC Coburg am Start, der mit zwei fehlerfreien Läufen Rang sieben belegte. Während die Fahrer dieser Klasse ihre Läufe absolvierten, gab es dann einen technischen Defekt an einem der beiden Karts, so dass zunächst nur noch mit dem einen verbliebenen Kart gefahren werden konnte, was den Ablauf etwas verzögerte. Doch die ´Techniker` des AMC Coburg konnten in einer konzertierten Aktion die defekte Bremsleitung wieder reparieren, so dass das zweite Jugendkart nach der Mittagspause wieder einsatzbereit war, und das zeitaufwendige Wechseln des Karts und vor allem der unterschiedlichen Sitzschalen wieder zügiger vonstatten ging.

In der Klasse fünf, der 16- bis 18-Jährigen, fast schon Erwachsenen, ´schwang` dann Annalena Wrobel vom AMC Weiden den ´großen Hammer`, fuhr ebenso wie Christian Bachmann in der Klasse 4 zwei 31´er Zeiten – unterbot dessen Zeiten in der Addition sogar noch um drei (!) Zehntel-Sekunden und holte sich damit nicht nur den Klassensieg, sondern auch den Damenpreis und gewann mit der Tagesbestzeit die Gesamtwertung. Und auch in dieser Klasse waren mit Christian Strunz und Eileen Fritsch zwei Fahrer des AMC Coburg am Start, die mit Strafsekunden für verschobene Pylonen die Plätze zehn und zwölf belegten.

Nach einer Mittagspause ging der Nachwuchs in den Parcours, zunächst die Acht- und Neunjährigen der Klasse eins, bei denen der für den MSC Auerbach startende Elias Härtl trotz zweier Fehler in seinem ersten Lauf vor Tobias Bayer(AC Waldershof) und Alina Götz (MSC Scheßlitz) gewann. Und auch der gastgebende AMC stellte mit Fynn Gürtler und Marvin Seifert zwei Eleven, die sich mit den Plätzen acht und neun durchaus achtbar aus der Affäre zogen. Dann folgten noch die zehn- bis elfjährigen Buben und Mädchen der Klasse zwei, und hier behielt mit Julia Faltis vom MSC Tirschenreuth wieder ein Mädchen die Oberhand, vor Jonas Gründel vom MSV Falkenberg und Simon Brodt vom AC Waldershof. Bei den Siegerehrungen bedankte sich Coburgs Jugendleiter Dieter Strunz bei der Firma Martin für die Zurverfügung-Stellung des Parkplatzes für den Parcours, bei allen Teilnehmern für das sportlich faire Verhalten und bei den Genehmigungsbehörden für das dort gezeigte Verständnis für die Veranstaltung „die gerade bei den Altersgruppen, die kurz vor der Erlangung des Führerscheins stehen, eine wichtige und weitere Schulung für die spätere Teilnahme am Straßenverkehr bilden!“

Gerd Plietsch