Zum fünften Mal Sieger bei der Ebern-Klassik

Freut sich über eine gelungene Prüfung: Beifahrerin Inge Stamm-Autsch im Cockpit des Porsche 911 3.0 SC

Freut sich über eine gelungene Prüfung: Beifahrerin Inge Stamm-Autsch im Cockpit des Porsche 911 3.0 SC

(gpp) – „So haben wir uns den diesjährigen Saison-Abschluss zwar erhofft – aber anfangs nicht wirklich damit gerechnet!“ Das Weidhausener Ehepaar Hans-Joachim Autsch und Inge Stamm-Autsch war auch nach vier Siegen in den vergangenen Jahren erneut mit gemischten Gefühlen zur inzwischen 13. Ausgabe der Ebern-Klassik des Automobilclubs (AC) Ebern gereist – „der Favorit war eindeutig der für den AC Stein startende Udo Höpfel mit seiner Toyota Corolla“, so Hans-Joachim Autsch an den eigenen Fähigkeiten etwas zweifelnd.

Und die ersten beiden Prüfungen, zum Einen eine trickreiche mit hohen Schnittwechseln in der ehem. Eberner Kaserne und zum Anderen eine weitere auf dem Firmengelände der Firma FTE, „wo die Lichtschranke auf einer Kuppe stand, und somit schwer einsehbar war“, gaben dem Porsche-Team anfangs recht, denn mit jeweils drei Zehntel-Sekunden Vorsprung hatten sich die eingangs als Favoriten erwähnten Mittelfranken anfänglich tatsächlich einen kleinen Vorsprung erarbeitet. Doch schon in der dritten Prüfung konnten die beiden Weidhausener in ihrem 1977´er 911 3.0 SC kontern – und ihren Rückstand trotz der hohen Anforderungen an die Genauigkeit der Entfernungsmessung („um nicht die falsche Hofeinfahrt zu erwischen!!!“) in einen Vorsprung von gut eineinhalb Sekunden umdrehen.

In der vierten und fünften Prüfung baute das für den AMC Coburg im ADAC startende Ehepaar seinen Vorsprung noch einmal um einige Zehntel weiter aus und konnte es sich leisten, in der letzten WP sechs, die mit einem höheren Schnitt noch einmal über das FTE-Firmengelände führte, eine Hundertstel-Sekunde abzugeben – um die mit 18 Startern gut gefüllte Klasse der so genannten „Sanduhr-Starter“ (das sind diejenigen, welche auf jegliche elektronischen Hilfsmittel zur Zeit- und Streckenmessung verzichten; Anm. d. Red.) zum inzwischen fünften Mal zu gewinnen. In der Gesamtwertung, mit den ´normalen` Teilnehmern sowie den in einer eigenen Klasse extra gewerteten Youngtimer-Fahrzeugen (Alter unter 30 Jahren), kamen Autsch/Autsch unter 41 Startern auf Rang vier.

„Damit ist unsere Saison im historischen Motorsport beendet – und wie!“ freuten sich die beiden am Ende bei der Siegerehrung und richten ihr Augenmerk nun nur noch auf ihre Teilnahme an der als alljährlicher Saisonausklang geltende ´“Alpenpässefahrt“, „eine Langstrecken-Orientierungsfahrt der ganz besonderen Art!“

Gerd Plietsch