Siebter Platz für Andi Fleischmann und Martin Pietschmann

Andi Fleischmann (li.) und Martin Pietschmann vor ihrem BMW im Hockenheimer Fahrerlager

Andi Fleischmann (li.) und Martin Pietschmann vor ihrem BMW im Hockenheimer Fahrerlager

(gpp) – Seit fast einem halben Jahrhundert ist es schöne Tradition, dass sich nach dem Ende der regulären Rennsaison viele Mechaniker, Ingenieure; Pressevertreter, Teamchefs und andere `VIP´s `zu einem eigenen Saisonabschluss auf dem Hockenheimring treffen, und dabei die Gelegenheit nutzen, diejenigen Fahrzeuge, die sie im Laufe einer Saison aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln betreuen, selbst einmal zu steuern. Ursprünglich waren es Studenten (deshalb ´akademisch`), die sich abseits vom regulierten Rennsport in einer offeneren Szene rennmäßig bewegen wollten.

Damit die wertvollen Preziosen jedoch so wenig wie möglich beansprucht, oder evtl. gar beschädigt werden, wird der Hockenheimring nicht auf Bestzeit befahren, sondern vom Veranstalter werden „weitaus geruhsamere“ Zeiten vorgegeben, die so exakt wie möglich eingehalten werden müssen – Gleichmäßigkeit ist also gefragt.

Zwar müssen Teilnehmer und Fahrzeuge die einschlägigen Zulassungen zum automobilen Rennsport besitzen, und auch die Absicherungen an der Strecke sind durch die Sicherheitsstaffeln des DMSB (Deutscher Motorsport-Bund) auf professionellem Niveau, aber ansonsten trat und tritt der Wettbewerbs-Charakter gegenüber dem Spaß-Faktor meist weitgehend in den Hintergrund.

Im Laufe der Jahrzehnte gesellten sich zu den ´akademischen` Insidern aber auch immer mehr andere Teilnehmer, so dass der ´Akademische` Saisonabschluss auf dem Hockenheimring in den letzten Jahren für jeden Sportfahrer geöffnet wurde, der über die entsprechenden Lizenz und ein einschlägiges Fahrzeug verfügt.

Und seit ein, zwei Jahren zieht es auch zwei Coburger Motorsportler im Spätherbst noch einmal ins Badische, „um´s noch einmal so richtig rennen lassen zu können!“

Andi Fleischman (Coburg) und der Niederfüllbacher Martin Pietschmann ´sattelten` also auch in diesem Jahr wieder den weißen BMW 318i und stellten sich den An- und Herausforderungen des auf 2,5 km verkürzten, Hockenheimer B-Rennkurses. Nach einer obligatorischen Fahrerbesprechung wurden zunächst fünf Runden hinter einem Instruktions-Fahrzeug zurückgelegt, bevor Martin Pietschmann „endlich“ ins Lenkrad, und Copilot Andi Fleischmann an die Messinstrumente (Zeit- und Wegstreckenzähler) rund um den Beifahrerplatz greifen konnten.

Der erste Wertungslauf fand im Regen statt, und nach ´Behinderungen` durch andere Teilnehmer verpaßten Pietschmann/Fleischmann die zu fahrende Zeit von 1:54 min. und aufgrund mehrerer Ausrutscher anderer Teilnehmer ins Kiesbett wurde der Wertungslauf vorzeitig abgebrochen.

Im zweiten Wertungslauf war es dann trocken, doch den beiden für den AMC Coburg im ADAC startenden ´…männern` gelang es nicht, die geforderte Zeit von 1:38 min. zu erreichen. „Allerdings hatten wir schöne ´Duelle` mit einem Mercedes-Benz W 111 (220 SE)“, so Fahrer Martin Pietschmann und am Ende war die Freude riesengroß, als für die beiden weitgereisten Coburger unter 36 in ihrer Klasse gestarteten Fahrzeuge trotzdem nicht nur Rang sieben, sondern sogar noch ein Platz unter den Top Ten heraussprang.

„Jetzt freuen wir uns erstmal auf den Winter – und später natürlich auf die kommende Saison 2016!“, so die beiden bei ihrer zufriedenen Rückfahrt nach Coburg.

Gerd Plietsch