Meiningen (Thüringen):

Am 18.06.2016 fand die 39. ADAC Landsbergrallye Meiningen statt. Mit am Start Andre und Sandro Apel vom AMC Coburg auf Opel Kadett E Gsi 16V. Das Wetter war nicht sehr Rallye freundlich. Im Minutentakt wechselten sich Regen und Sonne ab. Dadurch bedingt hatten die 69 Teilnehmer sehr unterschiedliche Bedingungen auf den sechs Wertungsprüfungen die es zu absolvieren galt.

Um 13:01 ging es dann vom Rallyezentrum los auf die erste Wertungsprüfung (WP) „Rundkurs Stedtlingen“. Hier lief es auf Anhieb gut für die beiden Neustädter. Die zehnte Zeit im Gesamtklassement und die zweite Zeit in der Klasse H14 war ein toller Einstieg. Auf der zweiten WP „Filke“ machte das Wetter den beiden einen Strich durch die Rechnung. Gerade als sie auf die Sprintprüfung gestartet waren öffnete sich der Himmel und ein wolkenbruchartiger Schauer sorgte für einen AHA-Moment. Nach nur wenigen Sekunden auf der Prüfung hatten die beiden mit Aquaplaning zu kämpfen. Es gelang ihnen das Auto bei hohem Renntempo, gerade noch vor dem Waldeingang, wieder ab zu fangen. Auf den Flurwegen der Prüfung war kein schnelles Fahren mehr möglich. Im Ziel konnten die beiden dann aufatmen, das Auto heil ins Ziel dieser Prüfung gebracht zu haben. Hier schien auch wieder die Sonne als wäre nichts gewesen. Die Konkurrenten Schmitt/Genslein ebenfalls auf Opel Kadett E Gsi 16V, die vor Apel/Apel in die Prüfung gestartet waren konnten bei trockenen Bedingungen 20 Sekunden schneller fahren. Hier verlor man wichtige Zeit, die kaum aufzuholen war. Die dritte Prüfung der „Rundkurs Dreißigacker“, gesäumt von zahlreichen Zuschauern lag Andre und Sandro. Hier konnten sie wieder die zweitbeste Klassenzeit hinter Koch/Assmann erzielen. Gegen den übermächtigen Opel Kadett C war nichts zu machen. Aber den ärgsten Verfolger Gerrit Schmitt konnte man fast sieben Sekunden bei gleichwertigen Bedingungen abnehmen.

Zum Regrouping schüttet es wieder wie aus Eimern. Nach der kurzen Pause wurden alle Prüfungen nochmals gefahren. Zum Glück diesmal im Trockenen. Andre und Sandro Apel kämpften sich weiter heran. Kurz vor der letzten Prüfung war der Abstand auf Schmitt/Genslein nur noch 0,9 Sekunden. Wieder ging es auf den Rundkurs im Industriegebiet von Meiningen. Es lief gut für die beiden. Sie waren schneller als Gerrit Schmitt und Co-Pilotin Anabel Genslein. Als die nächste Gruppe an den Start ging passierte ein Unfall eines Teilnehmers. Die Bergung des Fahrzeuges dauerte zu lange und so entschied sich die Rallyeleitung die Prüfung zu annullieren. Alle Anstrengungen den Rückstand aufzuholen hatten sich nicht gelohnt. Man blieb hinter Schmitt / Genslein und wurde am Ende dritter in der Klasse H14. Im Gesamtklassement konnten sie den 14. Platz erzielen.

Trotz der Wetterkapriolen war Andre Apel zufrieden mit dem Ergebnis. Bruder Sandro hätte sich die Wertung der letzten Prüfung gewünscht, dann hätte die verlorene Zeit durch den Wolkenbruch nicht die tatsächliche Platzierung der beiden beeinflusst. Die nächste Veranstaltung ist die Rallye Grabfeld, hier geht Andre Apel mit seinem Schwiegersohn und Startnummer 90 von 199 Teilnehmern an den Start.