img_adac_rallye_fraenkische_schweiz_2016_apel_opel_7297Die 37. ADAC  Stäubli Rallye Fränkische Schweiz 2016 hat ihren Sieger gefunden. Zum ersten Mal kann sich Rainer Noller aus Abstatt mit seinem Co-Piloten Stefan Kopczyk (Heilbronn) in die lange Siegesliste eintragen. Schon vor der Rallye galt er als einer der Top-Favoriten auf den Gesamtsieg.

Vom AMC Coburg starteten die Neustädter Andre Apel mit Tobias Robertz auf Opel Kadett 16V in der Klasse H14.  Der Lautertaler Andrè Wittmann und Martina Mark (Mitterteich) im Seat Ibiza Cupra kämpfte in der stärkst besetzten Klasse F8. Neu beim AMC Coburg ebenfalls auf einem Seat Ibiza Cupra Francesco Gertloff (Schalkau) mit Martin Villwock (Hildburghausen), sie gingen in der seriennahen Klasse G19 an den Start.

Um 11:01 Uhr ging es dann endlich los am Sportheim in Hollfeld. Noch hing der Nebel im „Stadtwald“ zu Hollfeld. Der leichte Regen am Vorabend hatte die Strecken sehr rutschig gemacht. Die 115 Teams gingen die erste Wertungsprüfung (WP) dadurch eher vorsichtig an. Mit kalten Reifen und Bremsen legten Apel/Roberts im neuen Streckenabschnitt, der Spitzkehre gleich nach dem Start, einen „wilden“ Drift hin. Im weiteren Verlauf kamen sie aber gut zurecht und konnten mit einer Zeit von 4:57,4 den dritten Platz in der Klasse H14 erzielen. Es fehlten ihnen 9,6 Sekunden auf Björn Ehret und Manuela Fey auf BMW 320is, die sich die Klassenbestzeit sicherten. In der stärksten Klasse der F8 kämpften 30 Teilnehmer um den Klassensieg. Mit dabei Andrè Wittmann mit neuer Co-Pilotin Martina Mark die ihr Debüt bei einer Rallye gab. Ohne Probleme absolvierten sie die erste Wertungsprüfung mit der 18. Zeit in der Klasse. Francesco Gertloff und Martin Villwock konnten trotz eines Ausrutschers im Steinbruch die zweite Zeit in der Klasse G19 (Wertung G 20) notieren.

Die folgenden Prüfungen liefen ohne Zwischenfälle. Die Teams des AMC Coburg hielten souverän ihre Positionen in den Klassen.

img_adac_rallye_fraenkische_schweiz_2016_wittmann_seat_6164Bis zur vierten von acht WP`s: „Brunn 1“ mit 10 WP Kilometern und Schotteranteil von 7 %, ging es vorbei an hunderten jubelnder Zuschauern. Für den Sportleiter des AMC Coburg, Andrè Apel und den Spartenleiter Ori, Andrè Wittmann begann hier die Probleme. Bei Apel /Roberts kündigte der 2. Gang nach und nach seine Dienste. Beim Seat Ibiza Cupra von Wittmann/Mark fehlte nach dem Hochschalten mehrmals der Vortrieb. Dadurch verloren die Beiden in der Klasse einen Platz. Für Gertloff / Villwock lief es deutlich besser. Der zweite Platz war ihnen, wenn keine technischen Probleme kommen, sicher.

So ging es zur Halbzeitpause. Hier hatten die Teilnehmer die Möglichkeit Reifen zu wechseln. Während des Regroupings versuchte Andrè Wittmann die technischen Probleme zu beheben. Mit einer Notreparatur eines Schalters am Gaszug ging es dann auf die zweite Schleife des Tages.

Der Hollfelder „Stadtwald“ mit seinem traumhaften finnischen Flair in der Nachmittagssonne hatte für Andrè Wittmann dann nichts idyllisches mehr zu bieten. Der gerade reparierte Schalter machte nur wenige Meter nach dem Start in der Spitzkehre wieder schlapp. Nach einigen Reparaturversuchen währen der Wertungsprüfung gelang es Wittmann den abgebrochenen Schalter so zu befestigen, das die beiden zumindest die Rallye beenden konnten. Aufgrund der vielen Unterbrechungen schafften sie es aber nicht innerhalb der Karenzzeit die Prüfung zu beenden. Dies führte zum Wertungsausschluss. Zumindest konnten Andrè Wittmann und Martina Mark die restlichen WP – Kilometer nutzen um sich besser aufeinander abzustimmen.

Die Wertungsprüfung „Schirradorf“. Hier wollte der Technikteufel auch nochmal mitspielen. Andrè Apel und Tobias Robertz die bereits zur vierten Prüfung Probleme mit dem zweiten Gang hatten mussten ab sofort vollständig auf diesen verzichten. Mit viel weniger Aufregung ging es für Gertloff / Villwock auf die letzten Prüfungen. Für die fehlende Spannung leisteten sie sich dann kurz vor dem Ziel einen kleinen Ausrutscher in ein Feld, was für das tolle Ergebnis mit Platz zwei in der Klasse keine Rolle mehr spielte. Am Ende schafften es auch Apel / Roberts in Ziel und kamen trotz der technischen Probleme noch auf einen tollen fünften Platz in der Klasse H14. Andrè Wittmann und Martina Mark konnten auch bis zum Ende mit dem notrepariertem Seat Ibiza durchhalten. Für sie gab es leider aufgrund der langen Reparaturpausen kein Ergebnis, aber dafür viel Erfahrung die die Beiden sammeln konnten.

Trotz der technischen Probleme kamen alle drei Teams ins Ziel der 37. ADAC Rallye Fränkische Schweiz. Eine toller Erfolg nach den 61 anspruchsvollen WP – Kilometern im Rahmen des DMSB Rallye Cup Süd 2016. So lobten die Teilnehmer vor allem die Organisation der Rallye und den reibungslosen Ablauf. Die Neulinge Gertloff / Villwock waren von den Zuschauermassen begeistert, die alle Teams bis zum Schluss angefeuert haben.

Weitere Ergebnisse unter: www.msc-fr-schweiz.de