Björn und Dominika Baier gewinnen Profiklasse, Nina Blumreich und Dominik Worbs die Anfängerklasse

(gpp) – Es ist ein Jubiläum, eines für die Ewigkeit. Welcher Verein kann sich, egal ob in Nordbayern oder anderswo, schon mit der Zahl 50 (!) vor seinem Veranstaltungsnamen schmücken?

Der AMC Coburg im ADAC hat sich dieses herausragenden Jubiläums durchaus würdig gezeigt, denn die „Mauritius“ – Motorsport-Veranstaltung/en der Herzogstädter haben sich in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder dem ´Zeitgeist` bzw. den motorsportlichen Gegebenheiten sowie den sich immer wieder ändernden Herausforderungen gestellt – und damit für die Zukunft immer wieder angepasst!

Ende der sechziger Jahre, als die „Mauritius-Rallye“ ins Leben gerufen wurde, war sie dem damaligen Rallye-Zeitgeist geschuldet, eher eine Orientierungsfahrt. Erst in den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, wandelte sic die „Mauritius“ zur reinen Bestzeit-Rallye und kehrte erst gegen Ende des Millenniums aufgrund immer rigider werdender Genehmigungsauflagen durch die Behörden zu ihren Anfängen als Orientierungsfahrt zurück und erfreut sich in diesem Umfeld einer Anerkennung und einem Zulauf, den andere Veranstalter auch gerne für sich in Anspruch nehmen würden.

So strömten eine Woche nach der Ehrung der nord-ost-oberfränkischen Motorsport-Meister (NOO) schon wieder 23 Teams, darunter neun Anfänger (!) – scheinbar wird die etwas moderatere Aufgabenstellung durchaus geschätzt und angenommen – zum „Groch Brauhotel und Gasthof“ nach Rödental, dem neuen Dreh- und Angelpunkt der Coburger „Mauritius-Orientierungsfahrt“.

Von dort aus führte die etwa 140 km lange Reise mittels Pfeil-, und Pfeil-Punkt-Skizzen und Chinesenzeichen nach Mittelberg, Weißenbrunn, Fornbach, Unterwohlsbach, Unterlauter, Oberlauter und Tiefenlauter (wo für die Profis viele kleine Kartenschnipsel zu einer großen Skizze zusammen zu bauen waren) nach Neukirchen und zum Bordkartenwechsel.

Die weitere Strecke führte über Tremersdorf, Görsdorf und Rottenbachzurück nach Tremersdorf und Neukirchen (wo ein erneuter Bordkartenwechel anstand). Die restliche Strecke führte dann über Emstadt, Weißenbrunn, Fornbach, Unterlauter, Bertelsdorf, der Lauterter Höhe und Dörfles Esbach zurück nach Rödental.

Bei den Profis gelang es den arrivierten Teams einmal mehr nicht, sich gegen den nachstrebenden Nachwuchs, der sich aus den Anfängerklassen der letzten Jahre gebildet hat und inzwischen zu den Profis aufgestiegen ist, wirklich und letztendlich durchzusetzen. Zwar holten die mehrfachen NOO-Oriesieger Steffen Nestor und Frank Morgenstern mit 90 Strafpunkten immerhin noch einen zweiten Platz, allerdings mit der dreifachen (!) Strafpunktezahl ihrer Vereinskameraden und ehemaligen Anfänger Björn und Dominika Baier (alle AMC Naila). Die Kulmbacher Vater und Sohn Rudolf und Thomas Schöpf fuhren auf Rang drei, Helmut Hodel und Orie-Seriensieger Wolfgang Schmidt (AC Hof) wurden Siebte und Beifahrer-Legende Erich Denzler landete mit seinem Fahrer Horst Strößenreuther gar erst auf Platz 12.

Bei den Anfängern siegte Blumreich-Enkelin Nina mit ihrem Sohn Dominik Worbs (beide MSC Gefrees) vor den mit 120 Strafpunkten punktgleichen Frank Goldmann (MSC Münchberg) und Dominik Buß (AMSC Bindlach).

Gerd Plietsch