André Wittmann ist neuer Clubmeister

(gpp) – Der Lautertaler André Wittmann ist neuer Clubmeister 2017 des AMC Coburg im ADAC. Bei der Clubmeister-Ehrung im Rahmen einer vorweihnachtlichen Feier, wurde der Sohn des früheren Lautertaler Rallyefahrers Erhard Wittmann, der sich sowohl als Rallye-Fahrer, als auch als Beifahrer im Orientierungssport betätigt, in seiner dritten Saison als bester Coburger Motorsportler des Jahres 2017 ausgezeichnet und geehrt. Zusammen mit seinem Fahrer Dieter Strunz holte sich Wittmann in der abgelaufenen Saison nicht nur den Orientierungs-Meistertitel im Regionalpokal Oberfranken (RPO), sondern auch im Nord-Ost-Oberfranken-Pokal (NOO).

Der bisherige, mehrfache Clubmeister, Dominik Dinkel (der zusammen mit seinen Brüdern Patrick und Marcel die väterliche Motorsport-Affinität konsequent und erfolgreich weiterführt), kam mit seinem Vizemeistertitel in der Deutschen Rallyemeisterschaft auf Platz zwei der internen Clubmeister-Wertung, vor dem Slalom-Artisten Arnfried Bätz, der zumindest in dieser Motorsport-Sparte – noch – die Fahne der Altvorderen hochhält. Schließlich ließ er seine Söhne Matthias und Stefan hinter sich zurück. Vierter wurde Patrick Dinkel, der die Juniorenwertung des RPO gewann und sich auch beim ADAC Nordbayern die Vizemeisterschaft in Junioren-Vizemeisterschaft holte. Danach folgte auf Platz fünf Matthias Bätz, der  im Cross-Slalom-Sport insgesamt neun (!) Klassensiege einfuhr. Auf Platz sechs rangierte Michael Stoschek vor Orie-Fahrer und AMC-Jugendbeauftragten Dieter Strunz, Volker Honold (der sich im Orientierungssport, im Slalom und  bei Rundstrecken-Gleichmäßigkeitsrennen betätigt) und dem zweiten Bätz-Sohn Stefan, der sich seinem Vater im familieninternen Slalom-Duell trotz einiger herausragender Erfolge in der Endabrechnung dennoch beugen mußte. Den zehnten Platz belegte schließlich Martin Pietschmann, ´der` Allrounder des AMC Coburg im ADAC, der in fast allen Motorsport-Sparten – und nicht unerfolgreich – zu Hause ist. Insgesamt wurden 22 (!) Motorsportler auf vier Rädern klassiert, was das Engagement der Motorsportler des AMC Coburg im ADAC deutlich unterstreicht.

Motorsport-Routinier Wolfgang Hübner, der wie in allen Jahren vorher, launig durch das Programm führte, verdeutlichte den Einsatz der Coburger Motorsportler, indem er die vielen Motorsport-Sparten aufzählte, in  denen Coburger Motorsportler aktiv und erfolgreich sind: Jugendkart-Slalom, Orientierungsfahrt, Automobilslalom, Gleichmäßigkeits-Prüfungen, Bergprüfungen, Langstrecken-Orientierungsfahrten, Motorrad-Rundstrecken-Rennen, Rallyes national und international sowie Rundstrecken- und Bergrennen. „Insgesamt waren unsere Aktiven über 270 (!) am Start!“, freute sich Moderator Hübner.

Aber auch den zahlreichen und engagierten Helfern am Rande der verschiedenen Motorsport-Pisten, „ohne die der Motorsport überhaupt nicht zur Durchführung kommen könnte!“ dankte Hübner, denn die erfahrenen Streckenposten werden nicht nur bei den eigenen Veranstaltungen eingesetzt, sondern sind auch bei den befreundeten Veranstaltern, wie dem AC Ebern und dem MSC Fränk. Schweiz, sehr geschätzt.

Der motorsportliche Kart-Nachwuchs des AMC Coburg im ADAC: (v. li.): Fynn Gürtler und Marvin Seifert

Im Nachwuchs-Bereich, dem Jugendkart-Slalomsport, beklagte Hübner eine „Schrumpfung“, da sich an der Clubwertung 2017 lediglich vier Jugendliche beteiligten. Trotzdem waren die vier in ganz Bayern erfolgreich unterwegs und trugen den Namen AMC Coburg im ADAC weit über die Grenzen der Region hinaus. Den Titel, und damit den Wanderpokal der Fahrschule Kopietz holte sich Fynn Gürtler in seiner dritten Saison, in der er 26 (!) Veranstaltungen bestritten hatte und dabei zahlreiche Top-Ten-Platzierungen erreichte. Der letztjährige Meister, Marvin Seifert, kam auf Platz zwei vor Sascha Fritsch und Felix Schneider.

In der Zweirad-Wertung dominierte wie in allen Jahren vorher, auch 2017 wieder die Familie Liebschner, diesmal mit Vater René als Clubmeister vor seiner Tochter Sophia, Sebastian Dressel, Selina Liebschner und Christian Zipfel. Die Familie Liebschner fuhr in der Saison 2017 insgesamt 74 (!) national und internationale Rennergebnisse ein und will auch in 2018 mit ihren Yamahas R 6 im German Endurance Cup und im HR-Classic-Cup antreten.

Doch neben der Ehrung der erfolgreichen Motorsportler der abgelaufenen Saison stand auch die Besinnlichkeit im Fokus des Coburger Abends, wozu auch der Besuch des Nikolauses zählte, der aus seinem Sack nicht nur kleine Mitbringsel an die Anwesenden verteilte, sondern auch mit einigen Anekdoten und Bonmots an besonders lustige Vorfälle und Ereignisse aus der abgelaufenen Saison erinnerte: So erhielt unter anderen Martin Pietschmann einen Beutel Katzenstreu sowie eine Tupperdose, um nach einem Ausrutscher auslaufendes Getriebeöl künftig entweder sammeln oder zumindest binden zu können. Moderator Wolfgang Hübner bekam ein Laufrad um für künftige Einsätze auf zwei Rädern üben zu können, Selina Liebschner erhielt ein Bobbycar um künftig zu vermeiden, das Auto ihres Vaters bei Nikolausfahrten in einen Graben zu setzen und Michael Metzner erhielt weiße Handschuhe mit den Aufschriften „links“ und „rechts“, um bei künftigen Orientierungsfahrten dem Problem einer falschen Abbiege-Ansage entgegen zu wirken.

Die erfolgreichen Zweirad-Sportler (v. li.): Sophia Liebschner, Rene Liebschner, Sebastian Dressel, Christian Zipfel und Selina Liebschner

Am Ende wünschte Wolfgang Hübner allen Mitgliedern eine weiterhin schöne Vorweihnachtszeit, „ein paar geruhsame Feiertage und einen unproblematischen Übergang in das neue Jahr 2018 – und wir Orientierungssportler sehen uns ja bereits am 6. Januar bei der Winter-Nacht-Orientierungsfahrt „Sewastopol“ des MSC Helmbrechts wieder!“

Gerd Plietsch