Platz fünf für Ebensfelder Duo Hillmann/Wollner

(gpp) – Anstatt sich um das Verstecken von Ostereiern für das bevorstehende Osterfest zu kümmern, pilgert alljährlich eine erkleckliche Zahl bayerischer und außerbayerischer Motorsportler am Ostersamstag in´s niederbayerische Tiefenbach (nördlich Passau), um an der traditionellen „Oster-Rallye“ des ASC Tiefenbach teilzunehmen.

Mit von der österlichen Rallye-Party sind auch immer Starter aus Oberfranken, allen voran die für den AMC Coburg im ADAC startenden Ralf Hillmann und Hans-Peter Wollner (beide Ebensfeld), die ihr ehemaliges Rallyeauto im Herbst des vergangenen Jahres wieder zurückgekauft hatten. Zudem hatte der jüngere Bruder Marcel (Rossach) des in der deutschen Rallyemeisterschaft überaus erfolgreich agierenden Dominik Dinkel den heißen Sitz des für den MSC Fränk. Schweiz startenden Wonseesers Johannes Kastl geentert und schickte sich mit diesem an, die gut 60 Bestzeit-Kilometer der 16. Oster-Rallye des ASC Tiefenbach unter die Räder zu nehmen.

Sechs Wertungsprüfungen (WP), davon zwei Rundkurse und eine Sprintprüfung waren jeweils zweimal zu absolvieren, und die 74 gestarteten Teilnehmer fanden höchst anspruchsvolle Strecken vor. Bei feucht-kaltem Wetter, setzten Hillmann/Wollner mit ihrem („leider von  Gruppe H auf Gruppe F zurückgebauten und daher wesentlich schwerer und wesentlich weniger Leistung habenden!“; so Fahrer Ralf Hillmann) Mitsubishi Lancer Evo 6.5 gleich in der ersten WP mit der sechstschnellsten Zeit eine ordentliche Duftmarke, fielen aber auf den beiden weiteren Prüfungen bis zur Rallye-Halbzeit aufgrund Bremsproblemen und einem fulminanten Ausflug in die ´Botanik` um ca. zehn Plätze zurück. Im zweiten Durchgang stabilisierten sich die WP-Zeiten der beiden Ebensfelder wieder, und sie konnten sich am Ende wieder bis auf den fünften Platz in ihrer Klasse nach vorne vorarbeiten. „Nach einer sehr langen Pause war das mit einem nicht mehr ganz konkurrenzfähigen Auto ein sehr zufriedenstellender Auftritt“, bewerteten Ralf Hillmann und Hans-Peter Wollner ihren diesjährigen Rallye-Saisonauftakt bei der Siegerehrung.

Johannes Kastl und Marcel Dinkel konnten mit ihrem wesentlich leistungsärmeren Peugeot 306 natürlich nicht so weit vorne im Klassement mitfahren, erreichten mit akzeptablen Fahrzeiten am Ende immerhin aber doch mit Platz acht noch eine Top-Ten-Platzierung.

Doch für lange Grübeleien ist kein Raum, denn der Terminplan im Rallyesport ist momentan sehr eng gesteckt, am Freitag und Samstag (6. / 7. April) findet rund um Ellwangen die Fürst-von-Wrede-Rallye statt, und am Sonntag (8. April) veranstaltet der MSC Fränk. Schweiz einen Rallyesprint.

Gerd Plietsch