Klassensieg für Coburger Team Gertloff/Neugebauer

(gpp) – Erneut richteten die rührigen Motorsportler des AMC Sonnefeld ihre traditionsreiche „Rallye Rund um die Hohe Aßlitz“ als Rallye-Sprint aus, und erstmals in diesem Jahr sogar als Doppel-Veranstaltung. Am Vormittag des vergangenen Samstages ging die 45. Ausgabe, und am Nachmittag schließlich noch die 46. Ausgabe über die Bühne. Beide Veranstaltungen beinhalteten jeweils einen (anderen) Rundkurs, der bei jeder Veranstaltung zweimal zu befahren war. Beide Rundkurse führten über bei Rallyes Sonnefeld langjährig bekanntes Terrain, nämlich verschiedene Strecken zwischen Firmelsdorf, Gestungshausen und Zedersdorf. Den leider nur 31 Startern (offensichtlich nahmen manche Teams das bei 27 Grad beginnende ´Hitzefrei` überaus wörtlich; Anm. d. Verf.) aus dem nordbayerischen und südthüringischen Raum bot sich also beste Gelegenheit, ihre Autos auszufahren, erste Kilometer und vielleicht auch Wertungspunkte zu sammeln. Schließlich zählten beide Veranstaltungen – wie schon immer – zum Regionalpokal Oberfranken, zur Fränkische Rallyemeisterschaft, zur BMV Rallye Meisterschaft Oberfranken, zur Nordbayerische ADAC Rallyemeisterschaft, zum Baden-Württemberg-Franken-Rallyepokal und zum Nordbayerischen ADAC Junior Rallye Pokal.

Bei herrlichstem Sommerwetter („endlich ´mal kein Problem mit der Reifenwahl!“) fuhren die für den AMC Coburg im ADAC startenden Francesco Gertloff und Denise Lisa Fischer (Schalkau/Effelter) mit ihrem Seat Ibiza Cupra am Vormittag auf den zweiten Platz in ihrer Klasse. Bei der Nachmittags-Veranstaltung wechselte dann der Beifahrer von Francesco Gertloff, für Denise Lisa Fischer nahm der Neustadter Thomas Neugebauer im Seat Ibiza Cupra Platz, und nach dem Spruch, dass angeblich neue Besen gut kehren sollen, fuhren beide einen klaren Klassensieg heraus.

Mysteriöse Motorenprobleme bremsten dagegen die ´erweiterten` Lokalmatadore André Apel und Tobias Robertz (beide Neustadt b. Coburg), deren fahrbarer Untersatz gleich im ersten Durchgang der Vormittags-Veranstaltung den Dienst verweigerte. „Ohne Vorankündigung ist der Motor einfach ausgegangen!“ fassungslos stand André Apel am Ende des Sonnefelder Vormittags-Rallyesprints auf dem Gelände des Rallye-Dreh- und Angelpunktes „Schützenhaus“ in Sonnefeld vor der geöffneten Motorhaube seines blauen Opel Kadett 16 V und betrachtete das unwillige Antriebsaggregat. „Aber jetzt geht er wieder, keine Ahnung warum – und am Nachmittag gehen wir wieder auf die Piste!!!“ Aufgrund des engen Zeitplanes war es nämlich nicht möglich gewesen, den waidwunden Apel-Kadett in der nur kurzen Pause zwischen Erstem und Zweiten Vormittags-Durchgang aus der Prüfung „Zedersdorf“ zu bergen. Doch auch am Nachmittag, in der Prüfung „Gestungshausen“, zeigte sich der Motor erneut äußerst unwillig, so daß André Apel und Tobias Robertz vorzeitig aufgaben, „…und erst ´mal schauen müssen, was und wo defekt ist!“

Marcel Dinkel (Rossach), der erneut im Peugeot 306 des Wonseesers Johannes Kastl Platz genommen hatte, erreichte mit diesem am Vormittag einen sechsten Platz in der Klasse und den Top-Ten-Platz zehn im Gesamtklassement. Am Nachmittag rutschten beide in ihrer Klasse um einen Platz auf Rang sieben ab und erreichten im Gesamt Platz zwölf.

Gerd Plietsch