Coburger Slalomfahrer mal im Glück – und mal im Pech

(gpp) – Noch einmal mußten die nord-ost-oberfränkischen Automobil-Slalom-Sportler vor der Sommerpause eine fast ´englische` Woche einlegen, denn am zweiten Juli-Sonntag bat der AC Kirchenthumbach zu seinem Slalom und eine Woche später fand noch der Slalom des MSC Scheßlitz statt. Und während die Kirchenthumbacher auf´s Rosenthal-Airfield“ in Speichersdorf gebeten hatten, bauten die Scheßlitzer ihre Pylonen im Fahrsicherheitszentrum des ADAC Nordbayern, in Schlüsselfeld, auf.

Der Heimatflugplatz des leider bereits seit langem verstorbenen Kunstflug-Europameisters Manfred Strößreuther präsentierte sich seinen Teilnehmern in bestem Sommerwetter und der von den Verantwortlichen des AC Kirchenthumbach aufgebaute Parcours war schnell und anspruchsvoll.

Schier unheimlich wird es dem für den AMC Coburg im ADAC startenden Vater und Sohn-Duo Arnfried und Stefan Bätz (beide Meeder), denn die beiden dominieren mit ihrem giftgrünen Opel City Kadett ein weiteres Mal die Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 1300 ccm Hubraum. Vater Arnfried legte 46,01 sec. vor – warf aber eine Pylone und mußte sich dafür drei Strafsekunden anrechnen lassen. Daraufhin nahm Sohn Stefan „etwas Risiko heraus“, fuhr einmal 46,3 sec. und im zweiten Lauf „sogar nur 47,15 sec.“ und holte sich damit dennoch den achten Klassensieg im achten Slalom-Wettbewerb. Vater Arnfried kam mit fast zwei Sekunden Rückstand auf Platz zwei und verpaßte als Vierter in der Gruppe der verbesserten Fahrzeuge mit Rang vier das Siegertreppchen, während sich Stefan noch den dritten Platz auf dem Siegertreppchen eroberte.

Im ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Schlüsselfeld tobten eine Woche später erneut die nordbayerischen Pylonen-Artisten, und die Parcours-Erbauer vom gastgebenden MSC Scheßlitz stellten zum Teil äußerst knifflige Tore, Spurgassen und Schweizer auf den Asphalt. Da die Veranstaltung zusätzlich als Ersatzlauf zur Deutschen Slalom-Meisterschaft gewertet wurde, fanden auch zahlreiche außerbayerische Teilnehmer den Weg nach Schlüsselfeld und mischten die Einheimischen kräftig auf. Zudem zeigte sich das Wetter von seiner sonnigsten Seite und die überhohen Temperaturen forderten ihren Tribut bei Mensch und Material.

Etwas vom Pech verfolgt waren Arnfried und Stefan Bätz, denn Vater Arnfried konnte in keinem seiner Läufe einer Pylone ausweichen und kam mit sechs Strafsekunden ´nur` als Sechster in der Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 1300 ccm Hubraum ins Ziel. Stefan fuhr im ersten Lauf eine Zeit von 1:20,91 min. und schien sich auf Podestkurs zu bewegen, doch im zweiten Lauf bremsten zunächst eine nachlassende Bremse und danach noch kräftige Getriebeprobleme den ansonsten immer klaglos laufenden Opel City Kadett, so das auch Stefan Bätz das Siegertreppchen knapp verpaßte. Mit einer Abweichung von 1,78 sec. („irgendwie gings im zweiten Lauf etwas schneller?“) kam der ebenfalls für den AMC Coburg im ADAC startende Martin Pietschmann (Niederfüllbach) mit seinem Peugeot 205 auf Platz 16.

„Gottseidank ist jetzt erstmal Sommerpause!“ freuten sich die Slalom-Asse, die nächste Slalom-Veranstaltung folgt erst am ersten Sonntag im August beim MSC Pegnitz, dann wieder auf dem Speichersdorfer Flugplatz.

Gerd Plietsch