Lust und Frust bei Coburger Rallyesportlern

(gpp) – Mit zwei Teams sowie zwei Fahrern und einem Beifahrer waren die Rallyesportler des AMC Coburg im ADAC bei der inzwischen bereits 22. ADAC-Haßberg-Rallye des Automobilclubs (AC) Ebern am Start, und erlebten auf den drei, jeweils zweimal zu befahrenden Wertungsprüfungen (WP) ein Auf und Ab der Gefühle und Stimmungen.

Zunächst war es der Rossacher Patrik Dinkel, der zusammen mit seinem Gefreeser Beifahrer Felix Kießling im Mitsubishi Lancer Evo 6.5 auf den ersten vier WP´s jeweils Bestzeiten in die zu über 90 % asphaltierten Strecken brannte, und schon zur Halbzeit gute 14 Sekunden Vorsprung auf die weiteren Verfolger herausgefahren hatte. Und auch beim zweiten Durchgang über die WP 1 – als dann WP 4 – brannten Dinkel/Kießling eine weitere Bestzeit in den Asphalt – doch in der vorletzten WP schieden die beiden mit einem Motorschaden vorzeitig aus – „so ein Pech, nur noch zwei, oder besser eineinhalb Prüfungen…..!“ haderte Patrik Dinkel im Ziel.

Nicht recht viel besser erging es André Wittmann, der mit seiner Wiesauer Beifahrerin Martina Mark im Seat Ibiza Cupra auf den ersten zwei WP`s gute Zeiten in ihrer mit 18 (!) Startern überaus stark besetzten Klasse herausfahren konnte, die ihn in der Addition auf dem sechsten Platz sahen – doch am Start zur WP drei verabschiedete sich eine Antriebswelle und Wittann/Mark waren ab sofort aus dem Rennen und zum Zuschauen ´verdonnert`.

Marcel Dinkel, der sich wieder in das Peugeot 306-Cockpit des Fränkischen Schweizers Johannes Kastl gesetzt hatte, kam mit diesem nicht einmal über die WP eins hinaus, denn die beiden schieden nach einem Traggelenk-Bruchs ebenfalls vorzeitig aus.

So blieb es am Ende den Routiniers Ralf Hillmann und Hans-Peter Wollner überlassen, die Coburger Rallyefahne hoch zu halten. Und das taten die beiden auch, fuhren mit ihrem Mitsubishi Lancer Evo 6.5 konstant schnelle Zeiten, die sie im ersten Teil der Rallye auf Gesamtrang sechs (von 67 gestarteten und 52 in Wertung ins Ziel gekommenen Teilnehmer; Anm. d. Verf.) brachten. Im zweiten Teil der Rallye konnten sich Hillmann Wollner auf allen Prüfungen um jeweils gut drei Sekunden verbessern und landeten am Ende auf Gesamtrang vier, „womit wir ganz zufrieden sind, auch wenn wir das Siegertreppchen verpaßt haben!“ so Ralf Hillmann und Hans-Peter Wollner bei der Siegerehrung.

Gerd Plietsch