Weidhausener Ehepaar Autsch/Stamm-Autsch gewinnt Sanduhrklasse der SACHS-Franken-Classic

(gpp) – ´“Das war Gänsehaut-Feeling pur!“ waren Jochen Autsch und seine Ehefrau Inge Stanm-Autsch nach der Siegerehrung am Ende der SACHS-Franken-Classic von Gefühlen hin und her gerissen, bei der die für den AMC Coburg im ADAC startenden Weidhausener die gesamte, 94 (!) Teilnehmer umfassende, so genannte Sanduhr-Klasse (in dieser dürfen keinerlei elektronische Hilfen zum Einsatz kommen; Anm. d. Verf.), gewonnen hatten.

Insgesamt 161 (!) Teilnehmer hatten sich für die zweieinhalbtägige Fahrt durch das westliche Franken in Bad Kissingen getroffen, und nahmen von dort aus die knapp 600 Kilometer lange Veranstaltung unter die historischen Räder. In deren Verlauf waren 20 Wertungsprüfungen (WP) zu absolvieren, bei denen es aber nicht auf die schnellste Zeit ankam, sondern auf gleichmäßige Zeiten, oder darauf, vorgegeben Zeiten genauestens einzuhalten.

Die Strecke der inzwischen das 20-Jährige Jubiläum feiernden Veranstaltung führte am Freitag von Bad Kissingen aus nach Bad Brückenau und wieder zurück. Am Samstag ging es über Bad Neustadt, Bischofsheim und Fladungen nach Fulda. Bei der Rückfahrt nach Bad Kissingen durchfuhren die Teams u. a. Mellrichstadt und Münnerstadt. Der Sonntag führte die Teams schließlich noch nach Karlstadt und über Würzburg, Volkach und Schweinfurt zurück nach Bad Kissingen.

Die mit der Startnummer 103 an ihrem Porsche 3.0 SC aus 1977 in´s Rennen gegangenen Jochen und Inge Autsch absolvierten den Prolog am Freitagnachmittag mit lediglich 1/100 Abweichung von der vorgegebenen Zeit und tankten damit ordentlich Selbstvertrauen für die samstägliche Königsetappe. Auf den an diesem Tag ausgefahrenen sieben WP`s konnten Autsch/Stamm-Autsch ihre Abweichungen erneut äußerst niedrig halten und erreichten das Etappenziel mit lediglich 1/100 Sekunden Rückstand auf ihre in der Sanduhrklasse führenden Mitbewerber.

Am Sonntag, als noch einmal acht WP`s auf dem Programm standen, fuhr das Weidhausener Mixed-Team auf seine Mitbewerber einen klaren Vorsprung heraus. Und obwohl die Konzentration am Sonntagnachmittag etwas „in den Keller“ ging, gelang es den beiden am Ende mit 1,1 Sekunden Vorsprung ihre Sanduhrklasse zu gewinnen. In der Gesamtwertung, die 148 Teams in Wertung erreichten, fuhren Autsch/Stamm-Autsch sogar noch bis auf Rang fünf nach vorne – und waren am Ende „überglücklich!!!“

Gerd Plietsch