Janin Götz vom MSC Scheßlitz und Alina Fabian vom AC Waldershof fahren den Jungs auf und davon

(gpp) – Sicher, sie sind noch lange keine ´Schumi´s`, aber auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt, und den unternahmen 42 Kinder und Jugendliche beim diesjährigen Jugendkart-Slalom des AMC Coburg im ADAC. Die Doppel-Veranstaltung mit dem AMC Sonnefeld erforderte einen etwas angepaßten Zeitplan um von einer Veranstaltung und von einem Veranstaltungsort zum anderen ohne Hektik wechseln zu können. Und deshalb begannen auf dem Gelände der Firma Martin in Blumenrod/Rödental nicht wie sonst üblich die Kleinsten und Jüngsten der Klasse eins (sieben bis neun Jahre), sondern die der Klasse drei, die zwölf- bis dreizehn-Jährigen Nachwuchs-Motorsportler, und brannten erste gute und schnelle, vor allem aber fehlerfreie Läufe auf das Geläuf´.

Und in dieser Klasse holte sich das erste von etlichen Mädchen an diesem Tag seinen ersten Klassensieg, denn Alina Götz vom MSC Scheßlitz fuhr ihren ´männlichen` Mitbewerbern auf und davon, und distanzierte den Zweitplatzierten, ihren Vereinskameraden Philipp Häßler gleich um fast eineinhalb Sekunden. In der mit acht Startern besetzten Klasse vier der 14- und 15-Jährigen besetzen dagegen wieder die Jungs das Siegertreppchen, nachdem sie sich vorher in ihren beiden Wertungsläufen bis auf die Zehntel-Sekunde ´bekämpft` hatten: Den Klassensieg holte Luis Sollfrank vom MSC Falkenberg, Zweiter wurde mit 16 Hundertstel-Sekunden Rückstand Jonas Gründel, der seinen Scheßlitzer Vereinskameraden Yannik Durst um weitere 18 Hunderstel-Sekunden hinter sich zurück ließ. Dann eroberten die fast erwachsenen Starter der Klasse fünf (16 bis 18 Jahre) den Parcours und die beiden Mädchen Janin Götz (MSC Scheßlitz) und Alina Fabian (AC Waldershof) fuhren ihren ´männlichen` Mitbewerbern zwar ebenfalls nur im Hundertstel-Sekunden-Bereich, aber immerhin, auf und davon. Den dritten Platz auf dem Siegertreppchen vervollständigte dann Günther Dittner vom MSC Wiesau. Der für den AMC Coburg im ADAC startende Sascha Fritsch konnte seinen Heimvorteil nicht wirklich nutzen und fuhr auf Rang sechs ins Ziel.

Nach der Mittagspause fuhr dann der jüngste, sieben bis neun-Jährige, Motorsport-Nachwuchs durch den Parcours und wie beliebt der Jugendkart-Slalomsport nach wie vor ist, zeigte der Ansturm an der Lichtschranke, denn nicht weniger als zwölf Jungen und Mädchen drängte es in die Karts und in den Coburger Kurs. Und erneut siegte ein Mädchen, und zwar Fabienne Gerstner vom MSC Marktredwitz mit sage und schreibe über fünf Sekunden Vorsprung vor dem Zweiten Adrian Scharnagl vom MSC Wiesau und weiteren Fünf Zehntel-Sekunden vor dem Waldershofer Maximilian Schober. Die Klasse zwei der zehn- und elfjährigen gewann mit Jonah Günther ein weiterer Starter des MSC Marktredwitz mit über einer Sekunde Vorsprung vor dem Auerbacher Louis Sebald und Leni Reithmeier vom AC Waldershof. Der Coburger Felix Schneider warf in seinem ersten Lauf eine Pylone und verpaßte mit den dafür ausgelobten zwei Strafsekunden und dem vierten Platz das Siegertreppchen nur knapp.

Gewinnerin der ´Damen´-Wertung wurde die Tagesschnellste Janin Götz und aufgrund der Verteilung der Klassensiege von drei für Mädchen und ´nur` zwei für Jungen und dem Tagesschnellsten Mädchen dürfte sich die Frage nach der Frauenquote im Jugendkart-Slalomsport – zumindest bei der Veranstaltung des AMC Coburg im ADAC momentan erledigt haben.

Bei den Siegerehrungen bedankten sich Jugendkart-Leiter Dieter Strunz und Jochen Autsch vom Vorstand des AMC Coburg im ADAC bei allen Teilnehmern für das sportlich faire Verhalten während der gesamten Veranstaltung, bei der Firma Martin für die Zur Verfügung-Stellung des Geländes und bei allen Vertretern der Genehmigungsbehörden für ihre Unterstützung und last but not at least bei den Helfern vom AMC Coburg für die geleistete Hilfe.

Gerd Plietsch