Coburger Rallye „Rund um die Langen Berge“

Oberpfälzer Reindl/Ehrle dominieren unangefochten

 (gpp) – Zum 18. Mal hatte der AMC Coburg im ADAC zu seiner Rallye „Rund um die Langen Berge“ geladen und 52 Teams waren nach Grattstadt gekommen, um im nordbayerisch-thüringischen Grenzgebiet den oder die schnellsten Rallyefahrer zu ermitteln.

Nachdem im vergangenen Jahr Teams aus Baden-Württemberg der Rallye ihren Stempel aufgedrückt hatten, wollten sich die Heimaskaris in diesem Jahr nicht so leicht geschlagen geben. Vor allem deshalb, weil die Coburger Verantwortlichen zwei komplett neue Wertungsprüfungen (WP) ‚ausgegraben‘ hatten, die jeweils zweimal zu absolvieren waren und „mit überaus abwechslungsreichen, flüssigen und schnellen, aber auch winkeligen Abschnitten“ gespickt waren. Mit 35 WP-Kilometern bei einer Gesamtlänge von lediglich 88km war die Veranstaltung zudem äußerst kompakt und wurde damit auch dem Umweltgedanken gerecht.

Beim ersten Durchgang über die beiden WPs erwiesen sich die aus dem oberpfälzischen Neumarkt kommenden Rudolf Reindl und Michael Ehrle als die schnellsten und kamen bereits mit einem gehörigen Vorsprung von fast zehn Sekunden zur Zwischenpause rund um das Grattstadter Sportheim.

Und auch im zweiten Durchgang über die gleichen Prüfungen zogen die beiden Mitsubishi Lancer Piloten noch einmal kräftig vom Leder, fuhren die WP 3 fast genau zeitgleich wie im ersten Durchgang und konnten sich in der WP 4 sogar noch um zwei Sekunden gegenüber dem ersten Durchgang verbessern.

Am Ende blieben die mit allerletztem Einsatz kämpfenden John Macht und Wolfgang Angles vom MSC Gefrees –  ebenfalls auf Mitsubishi Lancer – dennoch 16,4s zurück und der mehrfache bayerische Rallyemeister Reinhard Honke (Himmelkron) komplettierte zusammen mit seinem Beifahrer Michael Heinze (Weismain) im Subaru Impreza auf Rang drei der Gesamtwertung das Siegertreppchen.

Vom benachbarten AC Ebern schafften es Hans und Max Limpert ihren BMW E30 auf den siebten Gesamtrang und zudem zu einem Klassensieg zu fahren. Anabel Genslein kam als Beifahrerin bei Manuel Schmid vom MC Labertal im Seat Ibiza auf Platz sechs in ihrer Klasse und Susan Schierholz erreichte im Renault Clio RS ihres Pohlheimer Fahrers Franz Alzheimer Rang zwanzig.

Von den 52 Gesamtstartern erreichten 43 Teams das Ziel in Wertung. Unter den ausgefallenen war unter anderem auch Andreas Fink vom MSC Coburg, der seinen Mini Cooper S nach der dritten WP wegen eines technischen Defektes vorzeitig abstellen musste. Ebenfalls in WP drei kam auch das vorzeitige Aus für das Eberner Team Maximilian Trunk und Bastian Limpert mit ihrem VW Lupo.

Aber nicht nur die im Wettbewerb teilnehmenden Fahrzeuge waren sehenswert – auch die fünf Vorausfahrzeuge, die der AMC Coburg im ADAC rekrutiert hatte, fanden Beifall bei den zahlreichen Zuschauern entlang den WP-Strecken. Da war zunächst der historische Rallye-Käfer des leider bereits verstorbenen Hubertus Ernst, den Sohn Joachim zu einer „artgerechten“ Ausfahrt bewegte. Dazu der BMW M3 vom Sulzdorfer Carsten Schad, der während der WP vier sogar mit Donuts auf sich aufmerksam machte und last but not least der weiß-rote „Belga“-Porsche 911 von Michael Stoschek, der es sich nicht nehmen ließ an der Rallye seines Vereins teilzunehmen.

Bei der Siegerehrung, bei der Landrat Sebastian Straubel und der zweite Bürgermeister der Stadt Bad Rodach Ernst-Wilhelm Geiling anwesend waren, bedankten sich der 2. Vorstand Hans-Joachim Autsch (Weidhausen) und Moderator Patrick Mohr (Coburg) bei den Fahrern für das sportlich faire Verhalten, bei allen Anwohnern und den Genehmigungsbehörden für den gewährten Vertrauensvorschuss „den wir hoffentlich nicht überstrapaziert haben“ und bei allen vereinseigenen und vereinsfremden Helfern entlang den WP-Strecken für ihre Unterstützung „ohne die wir die Veranstaltung sicherlich nicht hätten durchführen können!“

Weitere Informationen und alle Ergebnisse im Detail gibt es unter www.amc-coburg.de.

Gerd Plietsch