Categories: Rallyeartikel
      Date: Jan  4, 2010
     Title: 15 Coburger Rallye-Teams bei Motorsport-Auftakt „Sewastopol“:
Platz drei für Kroner/Schneider

 

 

15 Coburger Rallye-Teams bei Motorsport-Auftakt „Sewastopol":

 

 

Platz drei für Kroner/Schneider

 

 

(gpp) - Leichter, aber beständiger Schneefall seit dem Vortag, Temperaturen um den Gefrierpunkt und - zumindest im hohen Frankenwald - teilweise fast gänzlich schneebedeckte, und hin und wieder sogar äußerst glatte, Nebenstraßen; die Bühne für die inzwischen 39. Ausgabe der berühmt-berüchtigten Winter-Nacht-Orientierungsfahrt „Sewastopol" des Motorsportclubs (MSC) Helmbrechts war bereitet, und insgesamt 84 Orientierungsspezialisten aus fast der gesamten Bundesrepublik und solche, die es mit aller Macht noch werden wollen, waren gewillt, diese zu befahren.

 

Unter diesen befanden sich sage und schreibe 15 (!) Teams vom Automobil- und Motorradclub (AMC) und dem Motorsportclub (MSC) Coburg, die die knapp 100 Kilometer Strecke ab 17 Uhr voller Tatendrang unter die zum Teil sogar allradgetriebenen Räder nahmen. Die sechsseitige Fahrtanweisung von Fahrtleiter Georg Riedel (Helmbrechts) führte die Teams vom Startort Meierhof bei Helmbrechts aus über Fletschenreuth, Oberkotzau, Döhlau, Kautendorf, Gattendorf, Regnitzlosau, Wurlitz, Schwarzenbach/Saale, Förbau, Seulbitz, Weißdorf, Sparneck, Mechlenreuth und Unfriedsdorf zurück nach Helmbrechts, wo das Ziel nach exakt vier Stunden und acht Minuten wieder anzufahren war. Nicht allen Orientierungs-Teams gelang dies allerdings - am wenigsten Strafpunkte schöpften jedoch (wie schon im Vorjahr) Wolfgang Kroner und Erik Schneider aus dem prall gefüllten Strafpunktetopf („ich hab´ in der eigentlich klaren Fahrtanweisung doch glatt eine kleine Schleife übersehen?!", raufte sich der routinierte Copilot die nicht mehr vorhandenen Haare, während Fahrer Kroner eine „total übersehene" stumme Kontrolle beklagte); behaupteten mit lediglich 20 Zählern in ihrer Klasse der frontgetriebenen Fahrzeuge bis 1400 ccm Hubraum gerade noch den letzten Platz auf dem Siegerstockerl und belegten damit in der Gesamtwertung immerhin noch einen der insgesamt vier (!) zehnten Plätze.

 

Neunte mit lediglich 43 Strafpunkten („sowie einem Pokal!") wurden in der gleichen Klasse Thomas Grempel und Sven Hartwich vor Bernd Grell und André Fleischmann (Rang 15) sowie Martin Pietschmann und Wolfgang Hübner (Rang 17), die mit ihrem Peugeot 205 nach einer kurzen „orientierungslosen Phase" auch noch eine glatte bergauf-Passage mehrmals in Angriff nehmen mussten. In der Klasse der frontgetriebenen Fahrzeuge über 1400 ccm Hubraum kamen Markus Furkert/Fabian Kroner trotz deformierter Ölwanne mit 116 Strafpunkten auf Platz sechs, Vater Erhard und Sohn André Wittmann wurden mit 120 Punkten Achte und René Liebschner und Matthias Schemmerling landeten mit 124 Zählern („für eine ausgelassene Schleife") auf Platz neun. Platz elf in dieser Klasse belegten schließlich die ´Altmeister` Hans-Joachim Bischof und Dietmar Arnold mit 145 Strafpunkten, da auch sie kurzzeitig die Orientierung „verloren" hatten und zudem den Ausfall des Anti-Blockier-Systems beklagten.

 

In der Klasse der heckgetriebenen Fahrzeuge landeten Udo Fischer und der frühere Veste-Rallye-Chef Markus Gutthäter auf Porsche 924 nach etlichem Zeitverlust wg. hängen gebliebener Fahrzeuge und gemeinschaftlichen Schiebeaktionen mit 81 Punkten trotzdem noch auf einem guten sechsten Platz. Bei den allradgetriebenen PKW erreichten Vater und Sohn Hubertus und Ingo Ernst auf VW Golf Syncro mit 60 Strafpunkten Rang neun („nachdem wir andere Teilnehmer sogar aus dem Graben gezogen haben!"), hinter ihnen platzierte sich mit Gotthold und Martin Hümmer ein weiteres Vater- und Sohn-Team auf VW Bully und mit 112 Strafpunkten auf Platz 13 und erreichte damit nach dem Ausfall vom Vorjahr („gottseidank") wieder das Ziel in Wertung. Die Plätze 15 und 16 in der gleichen Klasse belegten Matthias Bätz und Alexander Janowicz (133 P.) sowie Michael Schwanert und Silke Kaupert mit 149 Zählern.

 

In der Klasse der allradgetriebenen Gelände- und SUV-Fahrzeuge war die Coburger Rallye-Fraktion getrennte Wege gegangen, André Apel kam mit Junior Dominik Dinkel und 79 Strafpunkten auf Platz neun und Vater Michael Dinkel und Apel-Bruder Sandro landeten mit 168 Zählern auf Platz 13.

 

Der AMC Coburg hatte insgesamt drei Mannschaften gemeldet, die in der Reihenfolge I, II und III unter den insgesamt acht gemeldeten Mannschaften schließlich die Plätze fünf bis sieben belegten.

 

 

Gerd Plietsch