Zwickau (Sachsen): (DB)
IMG_AVD_Sachsen_Rallye_2016_Dinkel_Skoda_0627Für den vierten Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft bei der AVD Sachsen Rallye war das Ziel ganz klar definiert. Der junge Rossacher Dominik Dinkel mit Co-Pilotin Christina Kohl wollte Punkte sammeln. Die typischen Porschestrecken der Sachsen Rallye waren nichts für den Brose Skoda Fabia S 2000. Trotzdem standen die Zeichen gut, dass Dominik Dinkel wichtige Punkte für die Meisterschaftswertung sammeln könnte. Dank der Unterstützung durch Michael Stoschek, der EX – Fia Historic Europameister mit seiner Brose Unternehmensgruppe und Kaspersky lab.
Der Freitagabend mit Start auf dem Zwickauer Kornmark und den anschließend zu absolvierenden vier Prüfungen verlief ohne größere Zwischenfälle. Dominik Dinkel und Christina Kohl starteten vorsichtig aber dennoch schnell in die Veranstaltung. Ohne unnötiges Risiko absolvierten sie zweimal die Prüfung „Hirschfeld“ und den legendären Stadtrundkurs in Zwickau, die Prüfung „Glück auf Brücke“. Die wie alle Jahre gesäumt wurde von unzähligen Zuschauern. Den ersten Tag beendeten die beiden auf dem vierten Platz im Gesamtklassement dicht gefolgt von den Teamkollegen Yannick Neuville (Belgien) und Jürgen Heigl (Österreich). Ein tolles Ergebnis im Hinblick auf das Leistungsdefizit, das der Brose Skoda S2000 gegenüber den R5 Boliden von Riedemann und Kreim und natürlich auch den Porsches hat. Diese wurden pilotert von den einheimischen Maik Stölzel, Ruben Zeltner und dem Schwaben Rainer Noller.
IMG_AVD_Sachsen_Rallye_2016_Dinkel_Skoda_2803Am Samstagmorgen ging es dann auf die zweite Etappe der AVD Sachsen Rallye. Es galt 103 Wertungsprüfungskilometer in Bestzeit zu absolvieren. Mit der guten Ausgangslage vom Vortag ging es dann um kurz nach neun auf die erste Wertungsprüfung des Tages „Neuschönburg“ mit 10,28 Kilometern auf 100 %Asphalt. Die Streckencharakteristik, einfach nur schnell. Dominik Dinkel und Yannick Neuville fuhren auf Augenhöhe. Fast Zeitgleich jagten sie der Konkurrenz hinterher. Der Rossacher konnte auf den ersten beiden Prüfungen den vierten Platz gegen die starke Konkurrenz behaupten.
Zum Mittagsservice begannen dann die Probleme. Der zweite Gang des Brose Skoda Fabia machte sich bemerkbar. Die Service-Crew um KRT versuchte alles um in der kurzen Reparaturpause den Schaden einzudämmen. Nach dem Service ging es dann auf die WP sieben und acht. Hier lief es dann auch wieder besser, zwar war das Problem am Getriebe nicht behoben aber vielleicht schaffte es der junge Rossacher den lädierten Brose Skoda Fabia S2000 bis ins Ziel bringen. Den Teamkollegen musste Dinkel ziehen lassen, konnte aber weiter schnelle Zeiten fahren um den fünften Platz nach hinten abzusichern.
Die neunte WP „Weißensand“ lief wieder so gut, dass Dominik Dinkel und Christina Kohl den Rückstand auf die Teamkollegen Neuville / Heigl auf fünf Sekunden verkürzen konnten. Doch dann passierte es. Auf der Zehnten von zwölf Prüfungen mussten sie den Brose Skoda Fabia S 2000 abstellen. Am Kühlkreislauf brach ein Aluminium Anbauteil. Um nicht noch größere Schäden zu riskieren musste der junge Rossacher den Brose Skoda Fabia S2000 abstellen. Die wichtigen und greifbaren Punkte waren dahin.
IMG_AVD_Sachsen_Rallye_2016_Dinkel_Skoda_7634Diesmal wurde die tolle Leistung der beiden nicht belohnt. Trotz der schwierigen Voraussetzungen auf den Porsche dominierten Strecken hat Dinkel einmal mehr gezeigt, dass er so manches Leistungsdefizit auch mit fahrerischem Können ausgleichen kann. Jetzt heißt es für KRT den Brose Skoda Fabia S 2000 zu revidieren und für die ADAC Rallye Stemweder Berg vom 24.-25.06.2016 den Defekt zu beheben. Bei der kommenden ADAC Rallye Stemweder Berg in Nordrhein – Westfahlen werden Dominik Dinkel und Christina Kohl wieder voll angreifen. Von der Streckencharakteristik liegt die kommende Veranstaltung dem Rossacher mehr. Mit sehr selektiven und anspruchsvollen Wertungsprüfungen, teilweise auf Schotter kann Dinkel sein Talent wieder besser ausspielen. Vielleicht gelingt beim fünften von zehn Läufen wieder ein Top- Ergebnis für den Meisterschaftsdritten.

Meisterschaftsstand nach vier von zehn Läufen:
1. Platz: Christian Riedemann mit Lara Vanneste auf Peugeot 208 T16 R5 83 Punkte
2. Platz: Fabian Kreim mit Frank Christian auf Skoda Fabia R5 76 Punkte
3. Platz: Dominik Dinkel mit Christina Kohl auf Skoda Fabia S2000 49 Punkte
4. Platz: Yannick Neuville mit Jürgen Heigl auf Skoda Fabia S2000 41 Punkte
5. Nico Leschhorn mit (Beinke / Schork) auf Peugeot 207 S2000 26 Punkte